Wenn du die klassischen Routen der Alpen in- und auswendig kennst und nach einer neuen, unberührten Herausforderung suchst, gibt es ein Ziel, das ganz oben auf deiner Bucket List stehen sollte: Island. Die größte Vulkaninsel der Welt zieht anspruchsvolle Wintersportler magisch an. Hier erlebst du eine surreale Landschaft aus Feuer und Eis, in der tief verschneite Vulkangipfel direkt aus dem tiefblauen Atlantik ragen.
Das absolute Highlight dieser Region ist das sogenannte „Summit-to-Sea“-Skitourengehen: Du schnallst deine Felle unmittelbar am Meeresufer an, steigst in der klaren, sauerstoffreichen Luft hinauf in die absolute Stille der Arktis und genießt anschließend weite Abfahrten über makellose Hänge direkt hinab bis an die Brandung des Polarmeeres.
Das Wetter in Island ist berüchtigt für seine schnellen Wechsel – nicht umsonst besagt ein lokales Sprichwort: „Wenn dir das Wetter nicht gefällt, warte fünf Minuten“. Dank des milden Golfstroms sind die Temperaturen im Winter überraschend moderat und liegen im Schnitt bei angenehmen 0 °C bis -5 °C. Dennoch kann der arktische Wind die gefühlte Temperatur rasch senken, weshalb eine sturmfeste Hardshelljacke dein ständiger Begleiter sein muss.
Unter Kennern gilt der Zeitraum von Ende April bis Anfang Mai als die absolute Königssaison für Island-Skitouren:
Der Firn-Vorteil: Da die arktische Sonne in dieser Jahreszeit in einem sehr flachen Winkel einstrahlt, weicht die Schneedecke tagsüber nicht so rasant auf wie im Frühjahr in den Alpen. Das beschert dir grandiosen, butterweichen Firn („Spring Slush“), der oft über den gesamten Tag hinweg perfekt fahrbar bleibt.
Die Mitternachtssonne: Ende April sind die Tage im hohen Norden bereits extrem lang – die Sonne geht teils erst kurz vor 21:00 Uhr unter, und es bleibt bis spät in die Nacht dämmrig. Das gibt dir bei der Tourenplanung eine unschlagbare zeitliche Flexibilität und absolute Entspannung.
Der geografische Schwerpunkt für die besten Skitouren liegt im Norden der Insel auf der wilden Trollhalbinsel (Tröllaskagi). Diese Halbinsel ist die schneesicherste Region ganz Islands und von markanten, bis zu 1.300 Meter hohen Tafelbergen geprägt. Während die Gipfelplateaus oft flach sind, bieten die steilen Flanken und Rinnen mit Hangneigungen von über 35 bis 40 Grad skifahrerisch extrem spannendes Gelände.
Als perfektes Basislager dient das idyllische Fischerdorf Ólafsfjörður, das malerisch an einem Seitenarm des Eyjafjörður liegt. Hier leben die Menschen noch traditionell vom Fischfang, was dir nach einem langen Tourentag die Gelegenheit bietet, fangfrischen Kabeljau oder Lachs direkt am Hafen zu besorgen. Ein weiteres Highlight der Region ist die historische Hafenstadt Siglufjörður ganz im Norden der Halbinsel, die mit einer spektakulären Fjordkulisse begeistert.
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Schwierigkeit:
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